Simon Kleinert
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Harz-Experte
Simon Kleinert

Der Brocken im Harz

Blick auf den Brocken © Andreas Levi  | foto-wandern.com

Wissenswertes zum Brocken

Der Brocken bei Schierke (Wernigerode) im Harz ist mit 1.141 m ü. NHN der höchste Berg in Sachsen-Anhalt und Norddeutschland. Gemeinsam mit den umliegenden Bergen bildet er das Harzgebirge.

Sollten Sie Urlaub im Harz machen, empfehlen wir Ihnen den Besuch des beliebtesten Ausflugsziels im Harz – dem Brocken

Das Wichtigste auf einen Blick

🔍 Kategorie Berge im Harz
🌄 Aufstieg Wanderung, Bahn, Kutsche, Fahrrad, Segway
🎒 Equipment Festes Schuhwerk und warme, wetterfeste Kleidung
🚾 Sanitär Behindertengerechte Toilette auf dem Gipfel vorhanden
🍏 Gastronomie Auf dem Gipfel vorhanden

Lage des Brockens

  • Bundesland: Sachsen-Anhalt – ca. 2 km westlich des Gipfels verläuft die Grenze zu Niedersachsen.
  • Region: Nationalpark Harz – genauer gesagt Oberharz.
  • Stadt: Ortsteil Schierke der Stadt Wernigerode
  • GPS Koordinaten: 51° 47′ 57″ N, 10° 36′ 56″ O

Städte & Orte in der Nähe:

Wissenswertes auf einen Blick

  • Zwei Millionen Besucher pro Jahr machen den Brocken zum beliebtesten Ausflugsziel im Harz.
  • Der Brocken ist mit 1.141 Metern der höchste Berg im Harz, in Sachsen-Anhalt und Norddeutschland.
  • Motorisierte Fahrzeug, außer E-Bikes & geführte Segway-Touren, sind auf dem Brocken nicht erlaubt.
  • Auf dem Brocken können Sie eventuell das Brockengespenst erblicken – eine optische Täuschung im Nebel.
  • Viele Mythen ranken rund um die Hexen am Brocken – auch Blocksberg genannt – und die damit verbundene Walpurgisnacht.

 

Der Weg auf den Brocken

Sie erreichen den Gipfel des Brockens u. a.

  • zu Fuß über verschiedene Wanderrouten,
  • mit der Brockenbahn der Harzer Schmalspurbahn,
  • mit einer Fahrt auf einer Pferdekutsche,
  • mit einem Mountainbike oder E-Bike sowie
  • mit einer geführten Segway-Tour.

Eine Anreise mit dem Auto ist nicht gestattet.

 

Barrierefreier Aufstieg

Die Aufstiegsmöglichkeiten zum Brocken sind teils sehr steil, eng und führen über unebene, mit großen Steinen oder Wurzeln durchsetzte Wegstrecken. Für

  • Rollstuhlfahrer,
  • Familien mit Kinderwagen,
  • Familien mit sehr kleinen Kindern oder
  • Menschen mit Sicht- oder Mobilitätseinschränkungen

sind die Wanderwege nicht geeignet. Einzige Ausnahme ist der Aufstieg über die Brockenstraße.

Die asphaltierte Brockenstraße (Lieferweg für die Brocken-Infrastruktur) startet beim Nationalparkhaus Schierke und ist ca. 10 km lang. Die Steigungen erreichen bis zu 14 Prozent. Sie sollten über gute Kondition und Ausdauer sowie Unterstützung verfügen.

Bequemer geht es mit der Brockenbahn nach oben. Von Mai bis Oktober werden auch Rollstuhlfahrer befördert. Weitere Informationen (auch zur Barrierefreiheit) finden Sie in unserem Artikel zur Harzer Schmalspurbahn.

Eine andere Möglichkeit ist eine Fahrt auf einer Kutsche oder einem Planwagen (von Pferden gezogen). Hier erhalten Sie Hilfe beim Einstieg. Rollstühle können nach Absprache mitgenommen werden.

 

Brockenwanderung

Wer auf die frische Waldluft und die einzigartige Natur im Harz nicht verzichten möchte, hat verschiedene Möglichkeiten, die Bergspitze zu erklimmen. Die Aufstiege starten in vielen Harzer Ortschaften und bieten zahlreiche Wanderwege mit unterschiedlichen Höhenmetern und Längen. Die folgenden Wanderwege stellen wir Ihnen kurz vor:

  1. Goetheweg
  2. Heinrich-Heine-Weg
  3. Eckerlochstieg – kürzeste Route

1. Goetheweg (ab Torfhaus)

  • Start: Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
  • Länge & Dauer (eine Strecke) ca. 9 km / 2 – 3 h
  • Parken: Großparkplatz Torfhaus (kostenpflichtig)
  • Schwierigkeitsgrad: Mittel (ca. 350 Höhenmeter)
  • Streckenverlauf bei Google Maps anzeigen

Der Goetheweg ist einer der beliebtesten Wanderwege im Harz. Benannt wurde er nach dem deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe. Der Weg folgt seinem ungefähren Aufstieg von Torfhaus hinauf auf den Brocken am 10. Dezember 1777.

Wegbeschreibung anzeigen

Startpunkt des Weges ist beim Nationalpark-Besucherzentrum in Torfhaus. Hier können Sie bequem Ihr Auto abstellen. Eine Anreise mit ÖPNV nach Torfhaus ist ebenfalls möglich.

Anschließend gehen Sie in südlicher Richtung entlang der B4 bis zur Abzweigung Goetheweg, bzw. bis zum Abbegraben (ein alter Wassergraben). Ab hier leitet Sie ein Holzsteg durch das Torfhausmoor. Sie wandern weiter entlang des Fußes des Quitschenberges.

Nun überqueren Sie die ehemalige innerdeutsche Grenze und nähern sich der Strecke der Brockenbahn. Vor dem Gleisbett biegen Sie links ab und folgen dem Weg parallel zu den Bahnschienen. Mit etwas Glück fährt eine der historischen dampfbetriebenen Lokomotiven an Ihnen vorbei. Den letzten Teil des Aufstieges erklimmen Sie über die asphaltierte Brockenstraße.

2. Heinrich-Heine-Weg (ab Ilsenburg)

  • Start: Wanderparkplatz in Ilsenburg
  • Länge & Dauer (eine Strecke) ca. 11 km / 3 – 4 h
  • Parken: Wanderparkplatz Ilsenburg (kostenpflichtig)
  • Schwierigkeitsgrad: Schwer (ca. 850 Höhenmeter)
  • Streckenverlauf bei Google Maps anzeigen

Einer der schönsten Aufstiege zum Brocken wurde nach Heinrich-Heine benannt, welcher 1824 den Harz besuchte. Er soll auf diesem Weg zum Brocken gewandert sein. Anschließend schrieb er das bekannte Werk “Harzreise”.

Wegbeschreibung anzeigen

Anfangs wandern Sie entspannt entlang des Gebirgsbachs Ilse. Auf verschlungenen Wegen geht es durch das Ilsetal vorbei am Ilsestein zu den Ilsefällen. Sie sollten sich allerdings nicht vom ersten Eindruck täuschen lassen – der Weg wird Ihnen später noch einiges abverlangen.

Nach einer Weile wendet sich Ihr Weg Richtung Westen und folgt nun nicht mehr der Ilse. Ein kleines Stück vor der Abzweigung befindet sich die Stempelstelle “Stempelsbuche” der Harzer Wandernadel.

Ab der Abzweigung Hirtenstieg folgen Sie dem Weg wieder in südlicher Richtung. Der Hirtenstieg – ein ehemaliger Grenzweg – fasziniert aufgrund jahrelang unberührte Natur.

Hier beginnt der eigentliche Brockenaufstieg. Auf dem Weg zum Zwischenziel “Kleiner Brocken” erwarten Sie Anstiege mit bis zu 15 % Steigung.

Sobald Sie Türme sehen können, ist es auch bis zum Gipfel des Brockens nicht mehr weit.

3. Eckerlochstieg – kürzeste Route (ab Schierke)

  • Start: Nationalparkhaus Schierke
  • Länge & Dauer (eine Strecke) ca. 5 – 6 km / 2 h
  • Parken: Parkhaus Am Winterbergtor (kostenpflichtig)
  • Schwierigkeitsgrad: Mittel (ca. 500 Höhenmeter)
  • Streckenverlauf bei Google Maps anzeigen

Von Schierke aus können Sie den kürzesten, aber auch steilsten und unwegsamsten Weg einschlagen. Dieser Weg ist der einzige, der über Stock und Stein zum Brocken hinauf führt. Die anderen Wege sind entweder Forstwege, betonierte Versorgungswege oder asphaltierte Straßen.

Wegbeschreibung anzeigen

Der Weg verläuft von Schierke über das Eckerloch und die Brockenstraße hinauf zum Brocken. Der Aufstieg beginnt am Nationalparkhaus in Schierke und führt ein kurzes Stück über die Brockenstraße.

Direkt nach Überquerung des “Schwarzen Schluftwassers” (ein Nebenbach der Kalten Bode) biegen Sie rechts ab und folgen der Beschilderung Richtung “Brocken über Eckerloch”. Sie laufen nun parallel zum Bach und durchqueren ein Hangmoorgebiet.

Einige Zeit später verläuft die Route über die Schienen der Brockenbahn und Sie nähern sich der Schutzhütte am Eckerloch mit Stempelstelle der Harzer Wandernadel.

Folgen Sie dem Weg weiter, sehen Sie erneut die Schienen der Brockenbahn. Sie sind auf dem letzten Teil der Strecke angekommen, welcher nochmals über die Brockenstraße bis hoch zum Ziel führt.

Weitere Möglichkeiten

Weitere beliebte Wege sind beispielsweise der

  • Teufelsstieg mit Startpunkt in Bad Harzburg oder alternativ in Elend
  • Aufstieg über die Brockenstraße ab Schierke,
  • Aufstieg ab Oderbrück oder
  • Aufstieg vom Ehrenfriedhof (zwischen Oderbrück und Torfhaus).

 

Brockenbahn

  • Startpunkt: Drei Annen Hohne, Schierke & weitere Bahnhöfe der Harzer Schmalspurbahn
  • Kosten: Erwachsene 31,00 € (47,00 € Hin- & Zurück), Kinder (6-14) 18,50 € (28,00 € Hin- & Zurück). Schwerbehinderte mit Ausweis kostenfrei. Begleitperson kostenfrei, sofern Merkzeichen „B“ im Ausweis.

Eine Fahrt mit der Brockenbahn der Harzer Schmalspurbahn ist der wohl bequemste Weg hinauf zum Gipfel des Brockens. In einer der historischen Dampfloks geht es mit 700 PS nach ganz oben, während die Wälder und Landschaften an Ihnen vorbeiziehen.

Die Züge fahren mehrmals täglich und die Fahrt geht überraschend schnell. Vom Bahnhof Drei Annen Hohne aus sind Sie in nur 50 Minuten oben angekommen.

Ausführlichere Informationen finden Sie in unseren Artikeln zur Brockenbahn und zur Harzer Schmalspurbahn.

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Kutsche, Fahrrad, Segway & Auto

Pferdekutsche/Planwagenfahrten

  • Startpunkt: Parkplatz “Am Tälchen” in Schierke
  • Kosten: je nach Anbieter, meist 30,00 € für Hin & Zurück (bis 10 Jahre 15,00 €)

Lassen Sie sich von 2 Pferdestärken auf einer Kutsche oder einem Planwagen auf den Brocken ziehen und genießen dabei entspannt den Nationalpark mit seinen Harzer Wäldern.

Die Touren starten gegen 10 Uhr und finden im Sommer täglich statt. Im Winter teils nur an Wochenenden und Feiertagen. Bitte informieren Sie sich vor Anreise über die Termine. Eine Reservierung wird – insbesondere an Feiertagen und langen Wochenenden – empfohlen.

Die Auffahrt dauert ca. 2 bis 2,5 Stunden. Zur Besichtigung des Brockens stehen 1,5 Stunden zur Verfügung. Die Abfahrt dauert ungefähr 1,5 Stunden. Zurück sind Sie zwischen 15 und 16 Uhr.

Folgende Fuhrunternehmen bieten Touren auf den Brocken an:

Kontaktdaten anzeigen

Bauer Lindes Planwagen

Harz-Erlebnisse (Frank Linde)

Reiterhof Wernigerode

Pony-Express

Mountainbike & E-Bike

  • Startpunkt: Verschiedene Startpunkte
  • Kosten: Kostenfrei

Auch für geübte Mountainbike-Fahrer gibt es viele ausgewiesene Strecken, um ganz nach oben zu kommen. Beliebte Routen beginnen beispielsweise in Hohegeiß und Goslar.

Sollten Sie nicht so geübt und in Form sein, empfehlen wir Ihnen eine Tour mit einem E-Bike. Die Tour von Schierke auf der Brockenstraße ist die beliebteste unter Anfängern.

E-Bikes können Sie gegen eine kleine Gebühr unter anderem in Schierke ausleihen. Weitere Verleihgeschäfte finden Sie auf unserer Seite Fahrradverleih im Harz.

Segway-Roller

  • Startpunkt: Schierke
  • Kosten: je nach Anbieter, meist 79,00 € für Hin & Zurück

Voraussetzung zur Teilnahme an einer Segway-Tour ist ein Führerschein, der mindestens zum Führen eines Mofas berechtigt. Dies ist bei Pkw-Führerscheinen in der Regel der Fall.

Die Touren starten in Schierke und beginnen in der Regel gegen 10 Uhr. Jeder Teilnehmer erhält eine ca. 30-minütige Sicherheitseinweisung. Anschließend fahren Sie mit elektronischer Unterstützung entlang der Brockenstraße nahezu lautlos Richtung Gipfel.

Folgende Unternehmen bieten Touren auf den Brocken an:

Kontaktdaten anzeigen

Brocken – Express

Seggytours

Auto

Eine Fahrt auf den Brocken mit dem Auto ist nicht gestattet. Dies gilt für alle Fahrzeuge ohne Sondergenehmigung. Am Beginn der Brockenstraße ist eine Schranke mit einem Ranger, welcher die Ausnahmegenehmigung prüft.

 

Auf dem Brocken angekommen

Wer es bis auf das Plateau geschafft hat, wird mit einer phänomenalen Aussicht für all die Anstrengung belohnt. Unverzichtbar ist hier natürlich das Erinnerungsfoto am obersten Brockenstein. Was Sie sonst noch auf dem Brocken erleben und entdecken können, finden Sie im nächsten Abschnitt.

Aktivitäten & Gastronomie

Den Ausblick genießen

Oben angekommen, lassen die meisten Besucher zuerst Ihren Blick über die Harzer Landschaft schweifen. Der Ausblick lässt den teils anstrengenden Aufstieg für einige Zeit in Vergessenheit geraten. An guten Tagen beträgt die Sichtweite über 200 km.

Die nähere Umgebung des Brockens ist vorwiegend durch forstwirtschaftliche Nutzung geprägt, wohingegen beim Blick in die Ferne ins Harzvorland eine landwirtschaftliche und industrielle ersichtlich wird.

Gipfelrundweg

  • 💶 Kostenfrei
  • 📅 Ganzjährig
  • ♿️ Ungeeignet für Rollstuhlfahrer & Kinderwagen.

Um den Gipfel führt ein ca. 1,5 km langer Panorama-Wanderweg. Dieser Weg folgt dem einstigen Verlauf der Brockenmauer. Kennzeichnungen im Gelände leiten Sie entlang des Wanderweges.

Wenn Sie nicht auf eigene Faust unterwegs sein möchten, können Sie an einer geführten Wanderung teilnehmen. Diese dauern etwa eine Stunde und finden täglich statt.

Brockenbahnhof

  • 📅 Ganzjährig, täglich geöffnet (Restaurant 10 – 17 Uhr)
  • ♿️ Barrierefrei

Im Bahnhofsgebäude ist eine Gaststätte (im Sommer auch mit Außenbereich), ein Fahrkartenverkauf und ein Souvenirgeschäft untergebracht. Der Bahnhof ist der Endpunkt der von der Harzer Schmalspurbahn betriebenen Brockenbahn.

Brockengarten

  • 💶 Kostenfrei
  • 📅 Mitte Mai bis Mitte Oktober & nur im Rahmen einer Führung
  • ♿️ Barrierearm

Der botanische Garten auf der Kuppe des Brockens besteht seit 1890 und beherbergt ca. ca. 1.500 Pflanzenarten aus aller Welt. Von Mitte Mai bis Mitte Oktober können Sie den Brockengarten wochentags (jeweils 11:30 und 14:00 Uhr) mit dem Brockengärtner erkunden. An Wochenenden und Feiertagen ist dies nur in Kombination mit der Ranger-Führung (12:15 Uhr) auf dem Rundwanderweg möglich.

Brockenhotel mit Aussichtsplattform

  • 💶 2,50 € (Aussichtsplattform)
  • 📅 Keine Angaben zu Öffnungszeiten
  • ♿️ Keine Angaben zur Barrierefreiheit

Das Brockenhotel ist das höchstgelegene Hotel in Norddeutschland. Neben dem Hotelbetrieb, finden Sie hier auch eine wettergeschützte Aussichtsplattform, Andenkenläden und verschiedene gastronomische Einrichtungen. Toiletten für Gäste sind ebenfalls vorhanden.

Brockenhaus/-museum (Nationalpark-Besucherzentrum)

  • 💶 Erw. 7 €, Erm. 4 €
  • 📅 Ganzjährig, täglich von 9:30 – 17:00 Uhr, letzter Einlass 16:30 Uhr
  • ♿️ Barrierefrei (außer Aussichtsplattform), WC behindertengerecht

Im Brockenhaus finden Sie eine Ausstellung rund um den Brocken und den Nationalpark Harz. Die Exponate verteilen sich auf drei Etagen. Außerdem gibt es auf dem Dach eine offene Aussichtsplattform.

Sie erfahren hier unter anderem mehr zu Flora und Fauna, Wetterlage und Klimadaten sowie historischen Entwicklung und Nutzung des Brockens und des Nationalparks.

Brockenuhr & Brockenstein

  • 💶 Kostenfrei
  • 📅 Ganzjährig, rund um die Uhr
  • ♿️ Barrierearm

Der Brockenstein ist die höchste natürliche Erhebung auf dem Brocken. Der massive Felsblock liegt mitten auf dem Gipfelplateau des Brockens, welches dem Ziffernblatt einer Uhr ähnelt – deswegen trägt dieser Punkt auch den Namen Brockenuhr.

Umgeben ist der Stein von in den Boden eingelassenen Bronzeschildern, welche die Entfernung zu verschiedenen Orten zeigen.

Wolkenhäuschen

  • 💶 Kostenfrei
  • 📅 Ganzjährig, rund um die Uhr
  • ♿️ Barrierearm

Das Wolkenhäuschen ist die erste bekannte Bebauung des Brockens und bis heute erhalten. Stand das Haus früher ganz allein auf dem Gipfel, ist es mittlerweile von anderen Bebauungen wie dem Brockenhotel oder dem Brockenhaus umgeben.

Goethe betrat im Jahre 1777 nach seiner ersten Brockenbesteigung das Wolkenhäuschen. Ihm zu Ehren wurde an der Südseite eine Gedenktafel angebracht.

Teufelskanzel & Hexenaltar

  • 💶 Kostenfrei
  • 📅 Ganzjährig, rund um die Uhr
  • ♿️ Nicht barrierefrei

Die Teufelskanzel ist eine Felsformation auf der Kuppe des Brockens. Unmittelbar neben der Teufelskanzel befindet sich der Hexenaltar, eine ähnliche Felsformation. Der Bereich darf aus Naturschutzgründen nicht betreten werden.

Im Bereich der Granitblöcke verbrachte Goethes Dr. Faust die Walpurgisnacht. In dieser Nacht vertreiben Hexen den Winter, indem sie mit ihrem Reisigbesen den letzten Schnee vom Brocken fegen.

Wetterstation

Die Wetterstation Brocken ist mit etwa 1.000 Besuchern im Jahr die meistbesuchte Station in Deutschland. Seit Anfang 2020 wurde die Arbeit der menschlichen Wetterbeobachter durch automatische Messtechnik ersetzt. Zuvor wurde sie durch sieben Mitarbeiter 24 Stunden am Tag besetzt.

Gastronomie

Damit Sie den tollen Ausblick vollends genießen können, darf der Hunger nicht die Laune verderben. Für Ihr leibliches Wohl gibt es verschiedene Möglichkeiten auf dem Brocken zu speisen. Holen Sie sich entweder eine Kleinigkeit auf die Hand oder nehmen Sie Platz im Restaurant. Auch Getränke können auf dem Gipfel erworben werden.

Besuchen Sie beispielsweise

  • die Cafeteria „Hexenflug“ im Brockenhaus (Ausblick mit Panoramafenster),
  • das gemütlich-rustikale Restaurant des Brockenwirts am Brockenbahnhof,
  • das Cafe „Hexenklause“ in der 7. Etage im Brockenhotel oder
  • für einen schnellen Imbiss den Touristensaal – ebenfalls im Brockenhotel.

Bei gutem Wetter gibt es auch einen großen Biergarten beim Brockenhotel.

 

Wetter, Flora & Fauna

Das Klima auf dem Brocken unterscheidet sich stark von den umliegenden, tieferen Gebieten. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf das Wetter, sondern auch die Flora und Fauna. Näheres dazu erfahren Sie in den nächsten Abschnitten.

Allgemeines Wetter

Wer sich bei Sonnenschein auf den Weg zum Brocken macht, sollte sich dennoch auf starke Temperaturschwankungen und dichten Nebel (ca. 300 Nebeltage/Jahr) auf der Bergspitze einstellen.

Zusätzlich gilt der Brocken als einer der windigsten Orte in ganz Europa. An rund 100 Tagen im Jahr herrschen hier sogar Orkanstärken mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Stundenkilometern. Im Winterhalbjahr ist der Gipfel fast durchgängig mit Schnee bedeckt.

Das Klima auf dem Gipfel ist rau und subalpin und wird vorzugsweise mit isländischen Verhältnissen verglichen. Selbst an warmen Sommertagen klettern die Temperaturen nur schwermütig in den zweistelligen Bereich. Diesen Umständen verdankt der Brocken auch viele Legenden, die man über ihn erzählte.

Warme, wetterfeste Kleidung ist daher bei einem Besuch auf dem Brocken in jedem Falle einzupacken.

Dennoch gibt es rund sechs bis sieben Tage pro Jahr, an denen auf dem Brocken schönstes Sommerwetter herrscht und die Aussicht auf die umliegende Landschaft atemberaubend ist. An diesen Tagen können Sie über 200 Kilometer weit in die Ferne sehen.

Doch auch bei besten Wetterverhältnissen ist nicht zu unterschätzen, wie schnell sich die Bedingungen auf dem Gipfel ändern: Die Temperatur- und Wetterschwankungen auf dem Brocken sind enorm und sollten unbedingt vor einem geplanten Aufstieg berücksichtigt werden.

Klimatabelle des Brockens im Harz

Monat Max. Temp.

 

in ° C

Min. Temp.

 

in ° C

Regen­tage

 

/Monat

Sonnen­stunden

 

/Tag

Jan. -2 -6 24 1,8
Feb. -2 -6 21 2,5
März 0 -5 19 3
Apr. 4 -1 19 4,1
Mai 9 3 18 5,6
Juni 12 6 17 5,4
Juli 13 8 20 5,4
Aug. 14 8 20 5,3
Sep. 11 6 19 3,8
Okt. 7 2 22 3,5
Nov. 2 -3 21 1,6
Dez. -1 -5 23 1,7

Flora & Fauna

Die raue Natur auf der Bergspitze erinnert weitaus mehr an skandinavische Landschaften als an das mittlere Deutschland. Der Brocken wurde durch seine Höhe gleichzeitig zur Heimat von über 1.000 Hochgebirgspflanzen. Das macht einen Besuch im Brockengarten unabkömmlich. Ausgedehnte Führungen ermöglichen Einblicke und liefern viele Informationen rund um diesen botanischen Garten.

Doch nicht nur die Pflanzenwelt hat sich an die raren Bedingungen des Brockens angepasst, auch finden sich hier viele Lebewesen aus der Tierwelt wieder, wie etwa Eidechsen, Frösche und Fledermäuse.

 

Mythen & Geschichte

Mythen

Auf dem nahezu baumfreien, sagenum­wobenen Gipfel sollen angeblich Hexen, der Teufel und Gespenster ihr Unwesen treiben. Im Volksmund wird er auch Blocksberg genannt.

Die Hexe ist noch heute eine Symbolfigur des Harzes. Jedes Jahr versammeln sich am Abend des 30. April zahlreich als Hexen verkleidete Menschen ein, um die Walpurgisnacht zu feiern.

👻 Das Brockengespenst sorgte in früheren Zeiten für Angst und Schrecken – optische Täuschungen im dichten Nebel ließen die Besucher des Brockens schaudern.

Die Mystik des Brockens hat seit jeher viele Dichter und Denker beschäftigt. So verfasste Heinrich Heine beispielsweise ein Gedicht mit dem Titel „Harzreise“. Alten Erzählungen zufolge soll Heine in das Gipfelbuch geschrieben haben:

Viele Steine, müde Beine, Aussicht keine, Heinrich Heine

Schnell erwies sich diese Mutmaßung jedoch nur als ein Gerücht, denn Heines „Harzreise“ entspricht eher eine Lobhymne an den Brocken im Harz.

Goethe dagegen verarbeitete seinen Aufstieg in seinem bekannten Werk „Faust“ und brachte die Walpurgisnacht – einst mit schrecklichen Geschichten und Sagen assoziiert – zurück in die Gesellschaft und rief so das mittlerweile größte Fest des Jahres im Harz ins Leben.

Geschichte

Ausführliche Informationen zur Geschichte des Brockens erhalten Sie im Brockenmuseum (im Brockenhaus). Wir haben Ihnen hier einige interessante Punkte zusammengetragen.

1736 wurden durch den damaligen Besitzer des Brockens – Graf Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode – das erste bekanntliche Haus auf dem Brocken errichtet. Das sogenannte Wolkenhäuschen ist eine kleine Schutzhütte aus Stein für Wanderer.

Im Sommer 1800 eröffnete das erste Gasthaus, welches später im Zweiten Weltkrieg wieder zerstört wurde.

1898 wurde der letzte Bauabschnitt der Brockenbahn von Schierke bis zum Brocken abgenommen und ab 1899 fuhr die Brockenbahn erstmals zum Gipfel.

Während der Teilung Deutschlands lag der Berg im Grenzgebiet der DDR und war als militärische Sperrzone bis 1989 für Zivilisten unzugänglich. Auch die Brockenbahn stellte den Ausflugsverkehr ein.

Nach dem Mauerfall warteten viele Menschen darauf, den Brocken zu besteigen. Am 3. Dezember 1989 war es dann endlich soweit und das Tor zum Plateau wurde wieder geöffnet.

Das Gebiet rund um den Brocken wurde im Jahre 1990 von der Regierung der DDR zum Nationalpark erklärt.

Nach der Wende rollten ab 1991 wieder Dampflokomotiven mit Touristen zum Brocken. Ebenfalls wurde unter anderem der Brockengarten wieder eröffnet und das Brockenhaus neu gestaltet.

Heute stehen auf dem flachen Brocken-Plateau mehrere Gebäude und ein 123 Meter hoher Funkturm, der kilometerweit zu sehen ist.

 

Unterkünfte für den Urlaub in der Nähe

Übernachten auf dem Brocken im Brockenhotel

Das Brockenhotel ist das höchstgelegene Hotel im deutschen Norden und bietet Komfort auf hohem Niveau. Der umgebaute, ehemals älteste Fernsehturm der Welt hat Zimmer auf vier Etagen. Von allen Zimmern hat man einen fantastischen Blick über die Harzer Berge und das Brockenplateau.

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Simon Kleinert
Beitrag von Simon Kleinert - Harz Experte

Hallo, ich bin Simon – Gründer von Harzdomicile. Bereits in meiner Kindheit war ich regelmäßig mit meinen Eltern auf Reisen innerhalb Deutschlands. Der Harz mit seiner vielfältigen Natur und seinen abwechs­lungs­reichen Aktivitäten hat es mir dabei besonders angetan. Mittler­weile bin ich seit 2012 in der Tourismus­branche im Harz tätig und freue mich, Ihnen mehr über Aktivitäten und Ausflugsziele im Harz erzählen zu können.

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